Wir sind an Ihrer Seite, wenn Ihr Leben aus dem Lot gerät


Mehr zu Hilfsangeboten

Wir bieten Ihnen kompetente Beratung und Betreuung


Mehr zu unseren Hilfsangeboten

In unseren Werkstätten entsteht Kreatives, Praktisches & Schönes


Schauen Sie mal vorbei

Wir bieten kompetente Dienstleistungen und neue berufliche Chancen


Mehr zu Dienstleistungen

In unseren Sozialkaufhäusern gibt es günstige Angebote


Mehr zu bei uns Einkaufen

In unseren Werkstätten entsteht Kreatives, Praktisches & Schönes


Schauen Sie mal vorbei

Ohne unsere Spender hätten wir keinen Wintergarten. Danke!


Mehr zu Spenden

In unseren Werkstätten entsteht Kreatives, Praktisches & Schönes


Schauen Sie mal vorbei!

Rosel & Johannes Lorenz engagieren sich seit Jahren im EH-Mobil. Danke!


Mehr zum Ehrenamt und zum EH-Mobil

Unsere Arbeitsanleiter sind Fachleute auf ihrem Gebiet


Mehr zu Dienstleistungen

Erlacher Höhe im Gespräch mit den Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen

„Abschiebestopp für Flüchtlinge nach Afghanistan” – so lautet die Forderung einer überparteilichen Resolution, die engagierte Menschen im Sommer diesen Jahres im Landkreis Calw verfasst haben. Der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg nahm diese Erklärung zum Anlass, die Initiatoren jetzt nach Stuttgart einzuladen.

Foto: (von links) Sandra Detzer, Andreas Reichstein, Jennifer Winter, Bernd Messinger und Oliver Hildenbrand.

Stuttgart, 07.12.2017. Zusammen mit drei Vertretern des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe diskutierten die beiden Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg, Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand, die Forderungen intensiv und engagiert. Bernd Messinger, kaufmännischer Vorstand der Erlacher Höhe, Andreas Reichstein, Abteilungsleiter der Erlacher Höhe Calw-Nagold sowie Jennifer Winter, Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe, brachten in das Gespräch eine Vielzahl von praktischen Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein.

„Nichts ist sicher in Afghanistan”, stellte Reichstein im Gespräch klar. Mehr als 69.000 Menschen hätten allein 2017 wegen Kriegsfolgen behandelt werden müssen, die UN habe das Land deshalb aktuell als „Kriegsland” eingestuft. „Abschiebungen in ein Kriegsland sind inhuman”, so Reichstein. Grünen-Landesvorsitzender Hildenbrand erläuterte dazu, dass die Grünen im Koalitionsausschuss erreicht hätten, dass Abschiebungen nach Afghanistan nur nach sorgfältiger Einzelfallprüfung stattfinden dürfen. Gemäß einer aktuellen Vereinbarung sollen nur noch Gefährder, Straftäter und Menschen, die hartnäckig eine Mitwirkung an der Identitätsfeststellung verweigern, nach Afghanistan abgeschoben werden. Um eine Abschiebestopp nach Afghanistan zu erreichen, müsste das Auswärtige Amt in Berlin endlich eine realistische Neubewertung der Sicherheitslage in Afghanistan vorlegen.

Grünen-Landesvorsitzende Detzer betonte, dass sich Ministerpräsident Kretschmann mit dieser Forderung wiederholt an Bundesaußenminister Sigmar Gabriel gewandt habe. Dieser habe aber trotz der sich laufend verschlechternden Sicherheitslage bislang keine Korrektur der Lagebeurteilung vorgenommen. „Die Bundesländer sind verpflichtet, sich an die bundesgesetzlichen Regelungen zu halten. Entscheidend ist daher, wie sich die Bundesregierung zu dem Thema verhält. Auf Landesebene haben wir hier nur einen sehr begrenzten Handlungsspielraum. Dabei haben wir uns mit all unseren Möglichkeiten eingesetzt und werden das auch in Zukunft tun, egal wer in Berlin regiert”, so Detzer.

Sozialarbeiterin Winter erläuterte die teils immer noch unklare Situation für geflüchtete junge Menschen, die eine Ausbildung aufnehmen möchten, deren Asylverfahren aber noch nicht endgültig entschieden sei. „Für die jungen Menschen, aber auch für die Ausbildungsbetriebe ist dieser unsichere Zustand in keiner Weise zufriedenstellend, vor allem sollte das Einstiegsqualifizierungsjahr (EQ) für eine Aufenthaltsduldung anerkannt werden”, so Winter.

Grünen-Landesvorsitzender Hildenbrand gab in diesem Zusammenhang einen Ausblick auf den Leitantrag zum Thema Integration für den nächsten Landesparteitag: „Wir machen uns dafür stark, dass die sog. 3+2-Regelung auf Menschen ausgeweitet wird, die eine einjährige Ausbildung beispielsweise zur Pflegehelferin machen oder die vor ihrer Berufsausbildung eine Einstiegsqualifizierung absolvieren müssen. Wir wollen folgenden Grundsatz umfassend verwirklichen: Wer in schulischer, betrieblicher oder überbetrieblicher Ausbildung oder in Arbeit ist, darf nicht abgeschoben werden. So stärken wir Integration durch Bildung, Ausbildung und Arbeit.“

Erlacher Höhe Vorstand Messinger ging in der Diskussion sowohl auf die Schulsituation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein, als auch auf erste Erfahrungen mit Ausbildungen. Er forderte: „Junge Menschen benötigen mehr Zeit in der Schule zur Vorbereitung auf die Ausbildung, damit sie auch den höheren Anforderungen im ersten Ausbildungsjahr gerecht werden können.”

Nicht zuletzt wurde auch die aktuelle Flüchtlingspolitik der EU diskutiert. „Die Lebenssituation für Geflüchtete in vielen Lagern in Süd- und Osteuropa widerspricht oftmals grundlegenden Menschenrechten und humanen Bedingungen. Minderjährige werden beispielsweise in diesen Lagern festgehalten und erhalten teilweise nicht einmal Schulunterricht”, stellte Abteilungsleiter Reichstein fest. Reichstein kritisierte scharf, dass die EU nicht ausreichend zur Rettung von Menschen an den Grenzen beitrage. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Flüchtlingspolitik, das Grundrecht auf Asyl und die Integrationspolitik in unserem Land noch lange die politische Diskussion bestimmen werden.

Herausgeber:Erlacher Höhe, 71577 Großerlach
verantwortlich:Bernd Messinger, kaufmännischer Vorstand
Tel. 07193 57-102
Ansprechpartnerin:Andrea Beckmann, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 07193 57-117
Datum und Zeit:07.12.2017

Aktuelles

IG Metall Waiblingen spendet für das „Haus an der Rems”
Mehr erfahren
Wohnungsnot wächst: Erlacher Höhe zählt so viele wohnungslose Menschen wie nie zuvor
Mehr erfahren
Spendenaktion: Ein bescheidenes Zuhause für einen Menschen
Mehr erfahren
Erlacher Höhe im Gespräch mit den Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen
Mehr erfahren
Erlacher Adventsmarkt: Budenzauber, Köstlichkeiten, Feuershow und mehr
Mehr erfahren