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Kinderarmut ist lösbar!

Großerlach, 31.5.2017. Immer wieder erleben die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in Beratungsstellen und Diensten der ERLACHER HÖHE, dass Familien in finanziellen Notlagen um Rat und Hilfe bitten. Unter der Einkommensarmut der Eltern leiden vor allem die Kinder. Die Zahl armer Kinder in Deutschland nimmt trotz steigendem Wohlstand weiter zu. Daher appelliert der Vorstand der ERLACHER HÖHE, Wolfgang Sartorius, zum Internationalen Kindertag am 1. Juni an die Bundespolitik, Kinderarmut endlich wirksam zu bekämpfen: „Kinderarmut in einem reichen Land wie Deutschland ist ein Skandal. Sie ist angesichts sprudelnder Steuereinnahmen leicht lösbar, wenn das politisch nur gewollt ist. An Mitteln, Möglichkeiten und Wissen fehlt es nicht, aber am politischen Willen! Eine Gesellschaft, die einerseits über zu niedrige Geburtenraten klagt und andererseits das auf der Hand liegende unterlässt, um allen Kindern optimale Startchancen zu gewährleisten, verhält sich weder klug noch weitsichtig.“

Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben in Armut und sozialer Ausgrenzung und gehören damit zu dieser laut 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 15,7 % der Menschen in Deutschland umfassenden Gruppe. Dass Lebenschancen armer Kinder schlechter als bei Kindern aus materiell besser gestellten Familien sind, ist längst durch wissenschaftliche Studien belegt. Besonders betroffen sind Kinder von Alleinerziehen und in Familien mit Migrationsgeschichte. Die familienpolitischen Leistungen kommen demnach nicht dort an, wo sie am meisten gebraucht werden.

Diakon Sartorius weiter: „Es ist ein Gebot des sozialen Rechtsstaats, für angemessenen Ausgleich und damit faire, gute Lebenschancen für alle Kinder im Land zu sorgen. Aber gerade im Wahljahr 2017 sollten die Parteien auch überlegen, dass arme Kinder irgendwann einmal Wähler werden, und deren Eltern tendenziell populistischen Parteien auf den Leim gehen, wenn und solange die bürgerlichen Parteien der Mitte nicht wirklich ernsthaft deren Lebenslage verbessern. Erforderlich ist eine Kindergrundsicherung. Und wir brauchen eine ergänzende, bedarfsabhängige Unterstützung von Kindern und Familien bei Bedürftigkeit. Wer am wenigsten hat, muss am meisten Hilfe bekommen.“

Herausgeber:             Erlacher Höhe, 71577 Großerlach

Ansprechpartnerin:     Simone Niehues

verantwortlich:           Wolfgang Sartorius, Vorstand

                                  Tel. 0 71 93 / 57- 100

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