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Wohnungsnot wächst: Erlacher Höhe zählt so viele wohnungslose Menschen wie nie zuvor

942 Menschen in Wohnungsnot sind am offiziellen Stichtag der Liga der freien Wohlfahrtspflege in den Einrichtungen der Erlacher Höhe gezählt worden. Die Zahl der von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen ist 2017 damit um 5,4 Prozent gegenüber dem Vergleichstag des Vorjahres gestiegen. Der Vorstand des diakonischen Sozialunternehmens, Wolfgang Sartorius, fordert die Einführung einer bundesweiten Wohnungsnotfallstatistik und ein koordiniertes Vorgehen der politisch Verantwortlichen.

Bärbel Berberich-Kratzer, Sozialarbeiterin der Erlacher Höhe, im Beratungsgespräch. (Symbolbild/Foto: Edgar Layher)

Großerlach, 13.12.2017. Heiko M. ist verzweifelt. Der 57-Jährige ist wohnungslos. Zurzeit lebt er in einem Aufnahmehaus des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe. Sein Vermieter hatte ihm gekündigt, während Heiko M. längere Zeit im Krankenhaus war. Eine Frist zur Räumung verstrich, da der 57-Jährige in der Klinik nichts davon mitbekam. Bevor er reagieren konnte, hatte sein Vermieter sein ganzes Hab und Gut entsorgen lassen. Das war rechtswidrig, aber was sollte Heiko M. tun? Er hatte alles verloren. Schon lange bemüht sich der 57-Jährige um eine eigene Wohnung, doch bislang bleiben alle seine Anstrengungen ohne Erfolg.

Mit solchen oder ähnlichen Schicksalen wenden sich Menschen an die Fachberatungsstellen und Aufnahmehäuser des Sozialunternehmens Erlacher Höhe. Und die Zahl der Hilfesuchenden steigt Jahr für Jahr weiter an. Mangels einer bundesweiten Wohnungsnotfallstatistik werden seit 1991 stets am letzten Freitag im September alle Menschen gezählt, die in den Einrichtungen und Diensten der Wohnungslosenhilfe beraten und unterstützt werden. Die sogenannte Liga-Stichtagserhebung wird landesweit von der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg durchgeführt, zu der die Diakonie, die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt, die Israelitische Religionsgemeinschaft und das Deutsche Rote Kreuz gehören.

Noch nie zuvor wurden an einem Stichtag so viele wohnungslose Menschen gezählt

Das diesjährige Ergebnis des Sozialunternehmens Erlacher Höhe, das sich an 15 Standorten in Baden-Württemberg für Menschen in sozialen Notlagen einsetzt, ist alarmierend: Die Gesamtzahl der in der Wohnungslosenhilfe der Erlacher Höhe gezählten Personen liegt 2017 mit 942 um 5,4 Prozent höher als am Vergleichstag des Vorjahres. Noch nie zuvor wurden an einem Stichtag so viele wohnungslose Menschen gezählt. Besonders die Nachfrage in den präventiv arbeitenden Fachberatungsstellen ist stark gestiegen. Der Anstieg beträgt hier durchschnittlich 8,1 Prozent. In der Beratungsstelle Friedrichstaße in Backnang (Rems-Murr-Kreis) stieg die Zahl der Hilfesuchenden im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf insgesamt 117 Personen, in der Fachberatung in Calw (Kreis Calw) sogar um 49 Prozent.

Zu unserer Spendenaktion "Ein bescheidenes Zuhause für einen Menschen"

Für Karl-Michael Mayer, bei der diakonischen Einrichtung für Statistik und Dokumentation zuständig, lässt das Ergebnis nur einen Schluss zu: „Der Bedarf an Hilfe nimmt zu, weil die Zahl der Hilfebedürftigen steigt. Armut und Wohnungsnot wachsen in unserem Land trotz brummender Konjunktur offenbar weiter.” Alle Wohnangebote der Erlacher Höhe seien fast ununterbrochen voll ausgelastet. „Oft können die Menschen nicht ausziehen, weil wir keinen angemessenen, bezahlbaren Wohnraum für sie finden. Das System funktioniert nicht mehr”, so Mayer weiter.

Forderung nach bundesweiter Wohnungsnotfallstatistik und koordiniertem Vorgehen

Gemeinsam mit der Diakonie Deutschland fordert Wolfgang Sartorius, geschäftsführender Vorstand der Erlacher Höhe, deshalb ein koordiniertes Vorgehen der politisch Verantwortlichen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. „Angesichts der steigenden Zahl wohnungsloser Menschen muss die Wohnbaupolitik ein Hauptthema der nächsten Jahre werden.” Neben der Förderung sozial gemischter Quartiere, in denen auch benachteiligte Menschen bezahlbaren Wohnraum finden, fordert Sartorius den Ausbau der entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen, damit Mieten weiterhin für Menschen mit geringem Einkommen und im Bezug von Grundsicherung und Arbeitslosengeld II bezahlbar bleiben. Darüber hinaus gelte es, präventive Maßnahmen flächendeckend auszubauen, um frühzeitig den Verlust von Wohnraum zu verhindern. Sartorius stellt klar: „Hier sind wir auch in Baden-Württemberg weit davon entfernt, die verfassungsrechtlich gebotene Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu gewährleisten, da gerade bei den präventiven Hilfen die Landkreise sehr unterschiedlich agieren.”

Von der künftigen Bundesregierung wünscht sich Sartorius, dass endlich eine bundesweite Wohnungsnotfallstatistik eingeführt wird, wie sie schon lange von Fachleuten gefordert wird. Zuletzt war ein entsprechender Antrag 2016 im Bundestag am Widerstand der CDU/CSU-Fraktion gescheitert. „Es ist unglaublich, dass es zwar belastbare Datengrundlagen zum Verbrauch von Zahnbürsten, Autoreifen oder Weihnachtsbäumen gibt, nicht aber zum Ausmaß des existenziellen Wohnungsmangels”, so Sartorius. Erst eine exakte Bedarfsmessung sei eine verlässliche Planungsgrundlage. „Da läuft bisher etwas gewaltig schief – das muss dringend geändert werden.” 

Zu unserer Spendenaktion "Ein bescheidenes Zuhause für einen Menschen"

Herausgeber:Erlacher Höhe, 71577 Großerlach
verantwortlich:Wolfgang Sartorius, Vorstand
Tel. 07193 57-100
Ansprechpartnerin:Andrea Beckmann, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 07193 57-117
Datum und Zeit:13.12.2017

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